Asiatisch Eingekocht & Eingeweckt Veggie

Kimchi

Schon lange hatte ich mir vorgenommen einmal mein geliebtes Kimchi selber zu machen. Kimchi habe ich vor langer Zeit durch einen Freund meines Mannes kennengelernt. Seine Mutter kommt aus Korea und hatte uns zum Essen eingeladen. Es gab ein ganz traditionelles, koreanisches Barbecue. Wie auch bei uns, wenn wir den Grill anschmeißen, sind beim koreanischen Barbecue die Beilagen mindestens genauso wichtig, wie Fleisch oder Tofu. Ich war sofort von diesem wunderbaren Kimchi begeistert und im Laufe der Zeit habe ich seither schon viel Kimchi in Restaurants oder aus dem Asia Shop gegessen.

Kimchi ist eigentlich nicht viel anders als unser Sauerkraut, allerdings essen die Koreaner ihr Nationalgericht schon gern zum Frühstück. Das kann ich mir mit Sauerkraut echt nicht vorstellen ;). Kimchi entsteht durch Fermentation und dadurch wird es auch haltbar. So ein Kimchi Glas wird je länger es steht immer besser und aromatischer. In Korea kann man zwischen den unterschiedlichsten Qualitäten auswählen und je länger ein Kimchi gelagert, desto besser wird, aber auch teuerer wird es.

Mein Kimchi habe ich ganz klassisch mit Chinakohl, Rettich, Möhren und Ingwer angesetzt. Das vorbereitete Gemüse wird gründlich mit eine Marinade aus Paprikapulver, Chili, Fischsoße, Knoblauch und Ingwer  vermengt. Jetzt nur noch das Gemüse luftdicht in einem großen Glas schichten und dann heißt es etwas warten. Nach ca 10 Tagen ist es dann soweit und das Kimchi kann genossen werden.

Auf diese Art und Weise kann man natürlich auch anderes Gemüse zu Kimchi verarbeiten. Ganz köstlich ist zum Beispiel ein Kimchi aus Gurken, Möhren, Rotkohl oder Radieschen. Gegessen wird das Kimchi als Beilage zu Fleisch oder Tofu. Es schmeckt aber auch super einfach so, oder als Gemüsebeilage  für Wraps.

Ich kann es euch nur empfehlen, probiert es mal aus !

Kimchi

Zutaten

  • 1 Chinakohl (1kg)
  • 1 Möhre
  • 100 g Salz
  • 1 EL Reismehl (erhältlich in Bioläden und Asia Shops)
  • 2 TL Paprika, edlesüß
  • 2-3 EL Chiliflocken
  • 2 EL Fischsoße
  • 2 TL geriebener Ingwer
  • 1 TL Zucker
  • 4 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
  • 120 g weißer Rettich

Anleitungen

Den Kohl waschen und die äußeren Blätter entfernen, den Kohl quer halbieren. Die Hälften vierteln.

Den Kohl mit der Schnittseite nach unten in eine große Schüssel geben und das Salz zwischen den Blättern verteilen. Mit 1 Liter Wasser aufgießen, sodass der Kohl mit Wasser bedeckt ist.

Einen großen Teller auf den Kohl legen und mit einem Gewicht beschweren, damit der Kohl in der Lake bleibt. 1 Tag bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Das Wasser abgießen und den Kohl mindestens 3mal mit kaltem Wasser abspülen. Der Kohl sollte mittelstark nach Salz schmecken. Ist der Kohl noch zu salzig, noch einmal abspülen.

Die Möhre und Rettich schälen. Möhre in sehr dünne Stifte schneiden oder Hobeln. Rettich ebenfalls sehr dünn in Stifte schneiden. Alles zum Kohl geben.

Für die Marinade nun Reismehl, 100ml Wasser und den Zucker in einen kleinen Topf geben, aufkochen lassen und unter Rühren etwas eindicken lassen.

Topf vom Herd ziehen und Fischsoße, Chiliflocken, Paprika, Knoblauch und Ingwer unterrühren.

Die Soße nun gründlich mit den Händen in das Gemüse einarbeiten, dabei das Gemüse nicht zu stark zerdrücken.

Das Gemüse nun in ein großes Einmachglas schichten. Dabei das Gemüse gut zusammenpressen, um Lufteinschlüsse zu verhindern. Das Glas nicht koplett füllen (3cm Platz lassen).

Das Glas nun 1-2 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Dann 7-10 Tage in den Kühlschrank stellen. Dabei das Glas täglich einmal kurz öffnen, damit die Gase entweichen können.

Guten Appetit und viele Grüße aus meiner Küche

Anett

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