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Boston – Love on the first sight

So oft habe ich schon gehört –  Boston ist absolut eine Reise wert. Grund genug mich selber auf den Weg  zu machen. Boston war Ausgangspunkt für unseren diesjährigen Ostküstentrip durch die USA. Die Stadt wird auch als Wiege der USA und Wiege der Freiheit bezeichnet. Denn in Boston wurde nicht nur die erste Siedlung der Puritaner gegründet, hier wuchs  der Widerstand gegen die englischen Krone und erste Bestrebungen zur Unabhängigkeit wurden  laut. Ihr seht, in Boston wird geschichtlich viel geboten und wer über die Geschichte und die Bedeutung Bostons mehr erfahren möchte, der sollte an einer geführten Tour auf den Spuren der Freiheit teilnehmen.

Die Freedom Trail Tour führt auf etwa 2 km entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bostons. So sieht man zum Beispiel das Old State House. Es ist das älteste Gebäude Bostons und heute ist es ein Museum. Zwischen all den Wolkenkratzern wirkt es wie aus der Zeit gefallen.

Das Grab vom berühmtesten Sohn Boston ist ebenfalls ein Highlight auf der Tour. An Samuel Adams kommt man in Boston nicht vorbei und ich spreche hier natürlich nicht vom gleichnamigen Bier, sondern vom Gründervater der USA. Das Grab liegt auf dem ältesten Friedhof, dem Old Granary Burning Ground. Das älteste Grab stammt aus dem Jahr 1660. Neben Samuel Adams fanden hier auch John Hancock und Robert Paine ihre letzte Ruhe. Beide auch Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung und hohe politische Persönlichkeiten in den Staaten.

Noch mehr Geschichte, aber ganz bildlich aufgearbeitet und auch durchaus für Kinder geeignet, gibt es auf dem Boston-Teaparty Schiff im Hafen von Boston. Dieses Schiff ist bezeichnend für den Widerstand der Amerikaner gegen England. Im Jahr 1773 führte England die Besteuerung auf Tee ein, trotz großer Proteste der durch die Engländer schon arg leidenden Amerikaner.  Der Protest gipfelte in der Vernichtung von über 40 Tonnen Tee im Bostoner Hafen.

Heute ist das Schiff zu einem interaktiven Museum umgestaltet und wirklich sehenswert.

Wer nach so viel gelebter Geschichte etwas Hunger bekommt, der darf sich in Boston auf leckerste Seaood und Fisch freuen. Boston ist ein Seafood Paradies und wer in Boston ist, sollte auch einmal im ältesten Restaurant der USA essen, dem Union Oyster House.

Seit seiner Öffnung im Jahre 1826 befindet sich das Restaurant  ständig in Betrieb . Allein optisch ist das Haus schon etwas ganz Besonderes. Das alte Backsteinhaus versprüht jede Menge Charme und Geschichte. Neben einer riesigen Auswahl an frischen Austern, bekommt man hier wunderbaren Hummer und Seafood aller Art.

Wenn man ganz großen Glück hat, bekommt man sogar den Kennedy-Tisch, den Stammplatz von John F. Kennedy, wenn er in Boston war und das Restaurant besuchte.  Dieses Glück hatten wir nicht, aber auch an den anderen Tischen sitzt man wunderbar  und wird hervorragend bedient.

Vom Union Oyster House ist es ein ungefähr halbstündiger Spaziergang bis nach Bacon Hill. Hier zu wohnen ist sehr kostspielig, denn das Viertel sehr exklusiv. Früher war von Exklusivität hier nichts zu spüren, es war das Rotlichtviertel Bostons. Nach dem Bau des State Houses, ganz in der Nähe änderte sich das Klientel des Viertels. Künstler und Aristrokaten siedelten sich hier an.

Entlang der Charles Street gibt es viele, kleine Cafés, Bakerys und exklusive Geschäfte, durch die man schlendern kann. Ein Abstecher in die Acorn-Street mit ihrem Kopfsteinpflaster und den Gaslampen lohnt sich ebenfalls.

Boston ist eine sehr grün und entspannt. Den Flair dieser Stadt mit den berühmten Universitäten spürt man am besten in einem der vielen Parks.

 

Boston Common gehört zu den beliebtesten Parks Bostons. Er ist die grüne Oase in mitten der Stadt. Es lohnt sich, hier einfach mal Pause zu machen, um das bunte Treiben zu beobachten, ein kleines Picknick, oder eine kleine Bootstour zu machen.

Nicht nur Boston ist sehenswert, solltet ihr genügend Zeit haben, dann schaut unbedingt in Harvard, Salem oder Martha`s Vineyard vorbei. Letztere gehört zu Cape Cod, eine vor Boston gelagerte Halbinsel und ist von Boston aus mit der Fähre gut zu erreichen.

Nach 3 Tagen in Boston, haben wir viel gesehen und wir haben uns, in dieser doch sehr europäisch geprägten Stadt, sehr wohl gefühlt. Vieles blieb dennoch unentdeckt und wir haben uns fest vorgenommen, diese wunderschöne Stadt noch einmal  zu besuchen.

 

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2 Comments

  • Reply
    Christine
    September 13, 2017 at 7:47 am

    Das sind ja tolle Eindrücke!
    Ich war leider noch nie in der Gegend, aber habe es vor.
    Bosten ist auch ein Ziel, welches auf meiner Agenda steht.

    Danke für die Einblicke,

    liebe Grüße

    Christine

    • Reply
      Anett
      September 16, 2017 at 2:41 pm

      Liebe Christine,

      ich kann dir Boston wirklich wärmstens empfehlen.Es ist eine tolle Stadt mit vielen
      Highlights und wirklich guten Restaurants.

      Liebe Grüße
      Anett

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